Erwin’s Gartenschule
Der Buxbaumzünsler

Gerade eben hat er sich nach Jahren hartnäckiger Bekämpfungsarbeit scheinbar verabschiedet und die ganzen Bux in unseren Gärten und Eingangsbereichen haben sich wieder erholt, sind gesund gewachsen, schon ist er wieder zurück.
Der Buchsbaumzünsler
Schon die richtige Sortenwahl kann einem Befall vorbeugen. Als widerstandsfähig gelten alle stärker wachsenden Buchs-Sorten wie Buxus sempervirens 'Arborescens' und 'Elegantissima' sowie schwach wachsende Sorten des kleinblättrigen Buchsbaums (Buxus microphylla) wie 'Herrenhausen' und 'Faulkner'.
Sehr anfällig sind dagegen der beliebte Einfassungsbuchs (Buxus sempervirens 'Suffruticosa') sowie die Einfassungs-Sorte 'Blauer Heinz'. Geschnittene Pflanzen trocknen wegen ihres dichten Wuchses nicht so leicht ab und sind daher grundsätzlich anfälliger als ungeschnittene.
Bekämpfung
Wenn Buchskugeln/Sträucher innerhalb von kurzer Zeit von innen heraus kahlgefressen werden, so sind das die gefährlichen Raupen des BB-Zünslers mit klingendem Namen Cydalima perspectabilis,
Die Raupen sind in erster Linie die Übeltäter, die große Bestände vernichten. Die Raupen sind bis 4cm lang, gelbgrün mit dunklen Punkten und einer schwarzen Kopfkapsel und den typischen langen weißen Borsten. Der Falter selbst ist weißlich mit brauner Einrandung, nicht so auffällig und ebenso 4-5 cm groß.
Vermutlich ist der Zünsler durch Buchsimporte aus Fernost vor 25 Jahren nach Europa gekommen, hat sich hier eingenistet und ist seit 15 Jahren in Tirol sesshaft!
Typisch sind die festen „Spinnennetze“, die schön dicht gewebt sind und kleben, die Kügelchen dazwischen sind dann die Kotkrümel.
An den Blättern von Buchsbaum sind schon im Frühjahr ab Ende März/Anfang April Fraßschäden zu sehen. Bei starkem Befall kann auch die grünen Rindenteile angefressen werden.
Im Laufe des Jahres kann es zu erneutem Befall kommen, da die Tiere bis zu drei, manchmal vier Generationen pro Jahr bilden.
Die Tiere überwintern als junge Larven in einem Gespinst in den Buchsbaumsträuchern. Bei Temperaturen von ca. zehn Grad im Frühjahr beginnen sie mit dem Fraß - also ab März. Nach Abschluss der Larvenentwicklung schließen sich Verpuppung und Falterschlupf an.
Die Eier werden in Gruppen zu ungefähr zwanzig Stück auf der Blattunterseite abgelegt.
Bisher geht man davon aus, dass der Schädling pro Jahr drei, unter sehr günstigen Entwicklungsbedingungen eventuell sogar vier Generationen bildet. Das heißt, die überwinterte ab März, dann Mai, dann Juli, dann September. Man sollte also jetzt im Mai die Falter bekämpfen und sie an der Eiablage hindern und dann im September wieder die Raupen bekämpfen.
Bekämpfung der Raupen mit Bacillus thuringiensis (XenTari), dem natürlichen Gegenspieler. Einem Bakterium, das mehrmals pro Jahr gespritzt werden muss und speziell ab September den ganzen Monat lang 2x anzuwenden ist. Auch Wermuttee hat eine gute Wirkung, hier erwischt man oft den Falter bei der Eiablage bzw. wenn die Raupen daraus schlüpfen, bevor sie sich dann verpuppen. Nützlinge sind eindeutig besser als chemische Anwendungen.
Natürliche Spritzmittel wie das bekannte Neem-Öl, dem Öl des Niembaums, sind Mittel gegen den Falter. Neuerdings kann man auch versuchen, die Tiere „mechanisch“ zu bekämpfen. Man verwendet „ultrafeines Calciumcarbonat“, das bedeutet sehr, sehr fein vermahlenen Kalk. Man löst diesen, niedrig dosiert, in warmem Wasser auf und sprüht dieses Gemisch unter Schütteln in die Mitte des befallenen Strauchs. Die „Feinstaubbelastung“ lässt die Tiere verenden, egal ob Falter oder Raupe. Klingt kompliziert, hat aber sehr gute Wirkung und man vergiftet seinen Garten nicht!
Buchsbaumersatzpflanzen gibt es zudem auch schon zur Genüge. Eine davon ist der sogenannte „Bloombux“, der ein wenig einer Almrose ähnelt, aber nicht heimisch ist. Er kann geschnitten werden, mag unsere Böden, hat keine Schädlinge und findet langsam in unseren Gärten Einzug und blüht sogar.
Wie gesagt: Retten wir wieder unsere Buchspflanzen. Aber irgendwann muss man sich ernsthaft Gedanken machen, was wir tun, wenn die Pflanze tatsächlich ausstirbt!

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Bei den aktuellen Temperaturen sehnt man sich nach Abkühlung und der Effekt unter einem Baum mit einem dichten Blätterdach ist natürlich einmalig. Messungen haben gezeigt, dass sich die Temperatur durch den Schattenwurf und die Transpiration (die Verdunstung von Wasser von Blättern) gegenüber der prallen Sonne oft um bis zu 15 Grad unterscheiden können.
Die Sehnsucht nach dem eigenen Schattenbaum steigt natürlich, doch es gibt gerade bei der Pflanzung eines Baumes doch einiges zu beachten:
Wann pflanze ich?
Grundsätzlich können wir Bäume, die in Töpfen angeboten werden, das gesamte Jahr über pflanzen. Bei extremen Temperaturen jenseits der 30 Grad empfiehlt sich eine Pflanzung aber nur dann, wenn man in den darauf folgenden 14 Tagen zu Hause ist. Urlaub und Pflanzungen vertragen sich leider nicht. Es gehört mitunter mehrmals täglich wirklich lange und durchdringend gewässert. Sonst wären die idealen Zeiten von März bis Juni und ab Ende August bis Ende Oktober.
Wie sind meine Bodenbedingungen und der Standort?
Da Bäume Ihre Vorteile bei Hitze erst nach einem gewissen Alter ausspielen (ca. 5-10 Jahren) sollten die Bodenbedingungen auch so gegeben sein, dass der Baum mindestens auch dieses Alter erreichen kann. Wenn man einen offen, tiefgründigen Boden vorfindet sind das ideal Startbedingungen. Befindet sich unter meinem Garten eine Tiefgarage oder ist der Raum begrenzt oder wird sogar in einem Topf gepflanzt, schränkt dies die Pflanzenauswahl sehr stark ein.
Besonders windige, exponierte Lagen erfordern spezielle Pflanzen-Arten ebenso wie sonnenabgewandte Bereiche.
Welche Art von Baum wünsche ich mir und wieviel Platz habe ich dafür zurVerfügung?
Grundsätzlich werden Bäume groß. PUNKT. Vor allem im Alter werden viele Arten, die vorher schlank gewachsen sind, gerne breit und ausladend und es bildet sich die wunderbare, schattenspendende Krone.
Wer also eine Rotbuche, Linde, Ahorn, Platane, Kiefer oder auch eine Walnuss in seinem Gartenpflanzen will, der darf von Baumgrößen über 10 Metern in Höhe und Breite nicht zurückschrecken und muss auch dementsprechend Platz haben. Außerdem verändert so ein Solitärbaum den Charakter des Gartens und gibt auch vor, wie die Fläche darunter zukünftig genutzt wird. Dies sollte in der Planung mitgedacht werden.
Natürlich gibt es auch eine Auswahl an kleinkronigen Bäumen, die dann wirklich in jedem Garten Platz haben. Aber wenn ich von einem „kleine Baum“ spreche, reden wir gerne immer noch gut über 4-6 Metern in Höhe und Breite! Hier fallen eigentlich sämtlich gängigen Obstbäume darunter (Achtung auf die Unterlage und ob Viertel-, Halb oder sogar Hochtstamm) und viele kugelig wachsende Bäume. Gerade diese erfreuen sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit.
Allen voran: Der Amberbaum „Gum Ball“, der Kugeltrompetenbaum Catalpa „Nana‘, die Blumenesche Fraxinus „Mecsek“ und der Kugelahorn Platanoides „Globosum“. Diese Bäume bilden eine kleine, von sich aus kugelig wachsende Krone und haben allgemein ein überschaubares Wachstum von ca. 30-40cm pro Jahr.
Immer öfter werden auch sogenannte Flachspalier-Bäume gepflanzt (meistens Platanen und Amberbäume). Hier wurde die Krone so erzogen, dass diese wie ein Dach ausschauen und oft mit einem Spalier aus Bambus, Holz oder Metall verstärkt sind. Das wäre dann die Instant-Schattenlösung, da die Bäume meistens schon sehr dicht gewachsen sind und auf einer Fläche von 2mx2m erzogen worden sind. Diese gehören allerdings auch regelmäßig geschnitten, da sonst die Form verwächst und man nach 20 Jahren eine gigantische Platane oder einen edlen Amberbaum im Garten stehen hat. Wenn man den Platz hat vielleicht gar nicht schlecht…
Die Devise gilt bei großen oder kleinen Flächen: Je mehr Bäume, Sträucher und begrünte Fläche wir bei uns zu Hause zusammenbekommen, desto weniger leider wir unter der Hitze und können uns bei einem entspannten Getränk sogar daran erfreuen im zukünftigen Baumschatten!
Die Sehnsucht nach dem eigenen Schattenbaum steigt im Sommer, doch es gibt gerade bei der Pflanzung eines Baumes doch einiges zu beachten.
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„Wollläuse“ sind Pflanzenschädlinge, die mit Schildläusen eng verwandt sind. Statt der Schilde schützen sie sich mit Wachs, das in speziellen Drüsen erzeugt wird.
Die dünnen Wachsfäden überziehen die Tiere und schützen sie gegen Austrocknung, Sonne und die meisten Spritzmittel. Sie vermehren sich je nach Art durch Eier oder Geburt. Sie scheiden große Mengen Honigtau aus und werden deshalb von Ameisen beschützt.
Die aktuell gefährlichste und am schwersten beizukommende ist die „Langschwänzige Zitronenschmierlaus“, welche sich im Jungstadium sehr rasch fortbewegen kann und daher gut auf neue Ziele losgehen kann – leider!
Befallen werden vor allem Pflanzen im Raum wie Zimmerpflanzen (Palmen, Orchideen) aber auch jene,die wir kühl und trocken überwintern wie Zitronen und Oleander.
Zimmer- und Kübelpflanzen, die am meisten befallen werden, wie z.B. Amaryllis (am Zwiebelansatz), Aralie, Gummibäume, Bougainvillea, Christusdorn, Citrus, Clivie (Wurzelhals), Croton, Dieffenbachien, Ficus, Hibiskus, Kakteen, Kalanchoe, Kamelie, Kranzschlinge, Lorbeer, Oleander, Palmen, Passionsblume, Schefflera, Wachsblume, Zitronen.
Wie sehen die „Viecher“ aus?
Blätter, Triebe und Zweige sind von einem watteähnlichen Material umhüllt und es gibt einige klebrig-glänzende Stellen. Der Beginn des Befalls ist meistens in den Blattachseln. Die Läuse darunter saugen an Blättern und Trieben und scheiden gleichzeitig schädliche Stoffe aus, wonach sich die Blätter einrollen.
Durch die Saugtätigkeit mit Abgabe ihrer Giftstoffe werden die Blätter gelb und bleiben im Wachstum zurück. Unter Umständen werden sie auch abgeworfen, zusammen mit den Blüten. Auf den Pflanzen bleibt ein klebriger Honigtau zurück, der sich durch Schwarze Pilze einfärbt.
Es gibt viele Arten, die in Wintergärten und Wohnung auftreten. Nachwuchs durch Eier oder lebende Junge. Die jungen Läuse befallen oft neue Pflanzen, Alttiere bleiben meist auf dem einmal besetzten Platz.
Bekämpfung:
NatürlicheFeinde sind die Australischen Marienkäfer, die Larven der Florfliegen, Schlupfwespen, die gibt es portionsweise im Fachhandel zu bestellen.
Befallene Topfpflanzen von anderen Topfpflanzen isolieren, da die jungen Wollläuse mobil sind.
Befall bei Überwinterung beruht oft auf zu hoher Temperatur. Bei Beginn des Befalls die Läuse mit einem Wattestäbchen, das mit Öl oder Spiritusgetränkt ist, vorsichtig betupfen oder mit warmen Wasser, dem einige Tropfen Spülmittel zugesetzt sind, abwaschen, gegebenenfalls die Pflanze zurückschneiden.
Ein guter Wirkstoff ist auch Paraffinöl, welches als Überbegriff Sommeröl im Handel gibt. Das ist ein pflanzenschonendes Weißöl, welches gute Wirkung aufweist.
Natürliche Kräuter, die gegen Wollläuse gut einsetzbar sind, aber nicht bekämpfen, sindbeispielsweise Wermut und Rainfarn – von diesen kann man Tees herstellen, man setzt bei der Ausbringung aber Spiritus oder Bioethanol bei. Wichtig ist es, alles zu erfassen und keine Stelle an der Pflanze auszulassen.
Kleiner, nicht wissenschaftlich erforschter Tipp: Manche besprühen die Wollläuse mit Melissengeist….soll helfen.
Es ist ein Thema, das JETZT brisant ist, weil man Pflanzen von draußen nach drinnen räumt und Wollläuse sich da sehr etablieren und Bestände vernichten können. Es ist aktuell sogar der am meisten auftretende Schädling dieser Pflanzen.
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Wie sieht dieser Lästling aus?
Der Käfer ist 1 cm lang, flugunfähig, glänzendschwarz, hat einen rüsselförmigen Kopf. Vermehrung eingeschlechtlich, es gibt nur weibliche Tiere bei uns. Sie verbergen sich tagsüber am Fuß der Pflanzen. Sie kriechen April/Mai im Freiland, im geschützten Bereich (Gewächshaus) kommen sie schon im März aus der Erde. Etwa einen Monat danach werden bis zu 700 Eier im Boden abgelegt. Die Larven schlüpfen drei Wochen später, sie sind 10 mm lang, weißlich mit braunem Kopf, beinlos - ihre Gestalt ist ähnlich dem Engerling. Sie überwintern wie die Käfer in der Erde.
Die Käfer fressen nachts an den Blüten und Blättern (Buchtenfrass), die Larven an den Wurzeln und dem Wurzelhals, sie fressen Knollen von innen her auf. Die Blätter haben blauschwarze Flecken, sie fallen später ab. Die Larven sind die eigentlichen Schädlinge. Ihre Gänge sind mit Kot angefüllt. Pflanzen welken, fallen z.T. um, können leicht aus dem Boden gezogen werden. Sie bevorzugen Erdreich aus Kompost oder Torf.
Befallen werden Rosen, Azaleen, Lorbeer, Rhododendron, Chrysanthemen, Clematis, Efeu, Eiben (Nadeln, Rinde, Wurzeln), Engelstrompeten, Erdbeeren, Farne, Flieder, , Hortensien, Liguster, Lilien, Weinreben, Kiwi. Auch und vor allem Pflanztröge werden oft befallen. Während der ganzen Vegetationsperiode ist Befall möglich. Im Frühjahr sind die Käfer oft an den Fensterscheiben und an warmen Hauswänden zu sehen. Sie fressen nachts und legen ihre Eier im März bzw. Juni-Juli einzeln oder in Gruppen in die Erde. Im Freiland können die Larven April-Mai und August bis September vorgefunden werden.
Vorbeugung / Bekämpfung:
Gegen die Tiere: Frühmorgens gegen 4-6h (während der Kältestarre unter 13°C) absammeln. Topfpflanzen umtopfen und dabei die Larven auslesen. Stamm mit Rapsölpräparaten angießen oder Pflanzen 3 Abende hintereinander mit Rainfarntee zur Fraßzeit sprühen.
Gegen die Larven kann man parasitäre Nematoden (Heterorhabditis) im Fachhandel erwerben. Dabei muss die Bodentemperatur mindestens 13° betragen. Einsatz im Frühjahr (April/Mai) oder im Herbst (August/September).
Abwehr:
Natürliche Feinde sind Igel, Kröten, Laufkäfer, Maulwurf, Nematoden (Fachhandel) haben sich bewährt, vor allem bei großflächigem Einsatz - Spitzmäuse und Vögel wie Amseln oder Meisen.
Anwendung von Nematoden: Gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und Bodenmindesttemperatur von 10-13° sind Voraussetzung. Über den Boden gießen, ganz einfach anzuwenden! Sie übertragen beim Eindringen Bakterien, die die Larven und Puppen töten.
Vorbeugung:
Häufige Bodenbearbeitung. Keinen frischen Mist verwenden. Fruchtwechsel.
Käfer vergrämen mit Knoblauch-Extrakt oder Rainfarn-Tee.
Töpfchen mit Holzwolle aufstellen oder Bretter auslegen, die Käfer verbergen sich dann darin tagsüber. Kübel mit Leimringen gegen die Käfer schützen.
Der Käfer ist 1 cm lang, flugunfähig, glänzendschwarz, hat einen rüsselförmigen Kopf. Vermehrung eingeschlechtlich, es gibt nur weibliche Tiere bei uns. Sie verbergen sich tagsüber am Fuß der Pflanzen.
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